ROTARY CLUB Mönchengladbach-Niers Stadtgeschichte |
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Mönchengladbach wurde im Jahre 974 am Gladbach gegründet, als der Kölner Erzbischof Gero und der Benediktinerabt Sandrad diese Gegend auswählten, um hier eine Benediktinerabtei anzusiedeln. Ihr barockes Abteigebäude hat sich teilweise erhalten und dient heute als Rathaus. Das sich anschließende Münster, welches stilisiert auf unserem Fanion zu finden ist, ist die alte Klosterkirche, ein Bauwerk von europäischem Rang. Mönchengladbach ist eine alte und zugleich junge Stadt, die bei der kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 durch die Städte Mönchengladbach und Rheydt, sowie die Gemeinde Wickrath zu einer großen Stadt vereinigt wurde. Wie in Mönchengladbach die Benediktiner bis zur Auflösung des Klosters im Jahre 1802 die Geschicke des seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Stadt bezeichneten Mönchengladbach bestimmten, so prägten Rheydt die dortigen Besitzer der gleichnamigen Unterherrschaft im Herzogtum Jülich. Ab dem 16. Jahrhundert war dies die Familie Bylandt, deren letzter Abkömmling Karl Kasper aus der Linie Bylandt - Schwarzenberg 1794 vor den Franzosen fliehen musste. Das zur Renaissancezeit erbaute Schloss steht heute noch und wird als Museum genutzt. In Wickrath, das ab 1488 eine unabhängige Reichsherrschaft war, regierte ab dem 16. Jahrhundert bis 1794 die Adelsfamilie von Quadt, deren Schloss nur noch teilweise erhalten geblieben ist. Doch ist der von Graf Wilhelm Otto Friedrich im 18. Jahrhundert angelegte Schlosspark in Form einer Grafenkrone und eines Grafenhuts in alter Pracht wieder hergestellt worden. Schon früh lassen sich für Mönchengladbach und Rheydt Weber nachweisen, die hier aus dem einheimischen Flachs Fäden spannen und zu Leinen verwebten. Diese textile Vergangenheit nutzten die Franzosen und machten den Raum Mönchengladbach zu einem Schwerpunkt der Baumwollverarbeitung. Die starke Konzentration auf das Textilgewerbe und den Textilmaschinenbau hielt bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts an. Danach trat immer stärker der Dienstleistungssektor in den Vordergrund. Von besonderer Bedeutung für die Stadt war die Ansiedlung eines Hauptquartiers der NATO, das zugleich der britischen Rheinarmee als Sitz diente. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand in Mönchengladbach der erste Konzert- und Theatersaal (Kaiser - Friedrich - Halle). In den 30er Jahren wurde das Rheydter Theater erbaut und in den 50er Jahren das Mönchengladbacher. Seit über 50 Jahren teilen sich Mönchengladbach und Krefeld die Kosten für ein Gemeinschaftstheater und ein gemeinschaftliches Sinfonieorchester. Als herausragender Bau der 70er Jahre gilt das Museum Abteiberg in Mönchengladbach, das der Wiener Architekt Hans Hollein entworfen hat. Aus der Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Textilschule wurde in den 70er Jahren ein Zweig der Hochschule Niederrhein. Einen besonderen Namen machte sich die Stadt als Heimat des Fußballvereins Borussia, der schon mehr als 100 Jahre alt ist. Heute zählt die Stadt ca. 270.000 Einwohner und ist die größte Stadt am linken Niederrhein.
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